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  Himmel stützen und Erde stemmen
 
Nach dieser mehrmals ausgeführten Übung fühlt man sich sehr gut. Sie wirkt auf Milz, Magen, Leber und Gallenblase sehr positiv. Sie stärkt die Atmung und reguliert die Verdauung. Der obere und untere Rücken wird gekräftigt. Sie hilft bei Verdauungsproblemen, Diabetes, Leber- und Gallenbeschwerden. Auch wenn keine Beschwerden da sind, wirkt sie natürlich stärkend. Es ist die dritte der "acht edlen" Übungen.
 

Stehen Sie mit den Füßen im schulterbreiten Stand. Die Knie sind ganz leicht gebeugt, fühlen Sie sich "mit der Erde und dem Himmel verbunden".

Hände mit den Handflächen nach oben und den Fingerspitzen zueinander wenden und vor dem Bauch etwas unterhalb des Nabels (unterer Dantien) halten. Arme sind leicht gerundet. Balltragende Haltung

Beide Hände nach oben in Brusthöhe heben, dort die Handflächen nach vorn außen drehen und die eine Hand etwas nach unten und etwas seitlich führen. In der Endstellung weist die obere Handfläche in Richtung Himmel und die untere Handfläche in Richtung Erde.

Fühlen Sie, wie Sie jetzt durch die obere Hand mit dem Himmel und durch die untere Hand mit der Erde verbunden sind. Stützen Sie den Himmel und stemmen Sie die Erde. Spüren Sie den Rücken in seiner ganzen Länge.

Die obere Hand in einem Kreisbogen wieder nach unten führen und beide Hände wie zu Beginn wieder vor dem unteren Dantien zur "balltragenden Haltung" zusammen führen.

Jetzt den gleichen Vorgang wiederholen, nur dass diesmal die andere Hand nach oben weist. Wiederholen Sie die Übung 3-4 mal oder sooft Sie wollen.

Spüren Sie der Wirkung nach. Sie können auch die Hände gekreuzt vor den Bauch (unteren Dantien) legen.

Variante:
Heben Sie beide Hände vor den Bauch, diesmal halten Sie einen Ball so, dass eine Hand oben auf dem vorgestellten Ball aufliegt und eine Hand unten den imaginären Ball abstützt. Beide Hände sind also mit einem Abstand von rund 30-40 cm übereinander, die obere mit der Handfläche nach unten, die untere mit der Handfläche nach oben. Halten Sie einen Ball voller Energie. Mit jedem Atemzug fließt kosmische Energie in Ihren Körper.

Jetzt führen Sie in einer Kreisbewegung gewissermaßen um den Ball herum die untere Hand nach oben über den Kopf und die obere Hand nach unten in Höhe des Schambeins. Beide Hände bilden jetzt aus dem Handgelenk heraus zu den jeweiligen Armen ungefähr einen rechten Winkel, die obere Hand weist mit der Handfläche nach oben zum Himmel, die untere Hand nach unten zur Erde. Beide Arme sind gestreckt. Die Fingerspitzen der oberen Hand weisen nach hinten, die Fingerspitzen der unteren Hand weisen nach vorn. Visualisieren Sie Energie, die zu Ihren Händen fließt.

Danach werden die Hände wieder in die oben beschriebene Ballposition geführt und der Vorgang wird umgekehrt wiederholt, sodass jetzt die Hände vertauscht sind.

Dieser Vorgang kann 20 bis 30 mal wiederholt werden, wenn man die Übung allein durchführt, ansonsten 6 bis 10 mal.

Variante: Stellen Sie sich vor, Sie würden zwei Blöcke nach oben und unten drücken, beim ersten Durchgang mit 20, dann mit 30 usw. und beim letzten schließlich mit 100 Prozent Ihrer Energie.

Spüren Sie zum Schluss noch etwas den Wirkungen nach.
Auszug aus: Qigong-Portal